Beiträge von tANDi

    Diese Fälle haben generell nichts mit Garantie oder Gewährleistung zu tun.

    Eben!


    Mein Punkt war ein anderer: Wenn man Wahrscheinlichkeiten betrachtet, entstehen die wirklich teuren Schäden beim Auto (auch beim E-Auto) meist durch äußere Einwirkung, und das ist Kasko-Bereich.


    Die Reparaturkostenversicherung deckt primär interne Defekte ohne äußeren Einfluss. Solche schweren technischen Ausfälle sind bei modernen Fahrzeugen insgesamt vergleichsweise selten, insbesondere in einem Alter von 4–8 Jahren (<=15.000 km pro Jahr, denn das führt zu den genannten <= 120.000 km).


    Deshalb meine Überlegung:

    Warum etwas absichern, dessen Eintrittswahrscheinlichkeit überschaubar ist, während die typischen Kostentreiber ohnehin über die Kasko laufen?


    Am Ende ist es eine Risikoabwägung. Für mich fühlt sich eine gute bzw. optimierte Kasko in Kombination mit 8 Jahren HV-Garantie und einer eigenen finanziellen Reserve stimmiger an.


    Das Ganze ist somit quasi eine logische Herleitung:


    Versicherungen kalkulieren Beiträge u. a. nach erwarteter Schadenhäufigkeit und -höhe. Wenn eine Reparaturkostenversicherung relativ günstig ist und gleichzeitig viele Ausschlüsse hat, spricht das zumindest dafür, dass das versicherte Risiko aus Sicht des Versicherers überschaubar ist.


    Wieso? Es bleibt ein stark eingegrenztes Restrisiko übrig, für das ich Beiträge zahlen müsste.

    Das kann man machen, aber man sollte sich bewusst sein, dass man kein "Rundum-Sorglos-Paket" bekommt, sondern eine sehr selektive Absicherung.

    Frage mich, ob es am Ende nicht sinnvoller ist, eine optimierte Vollkasko in Kombination mit den 8 Jahren Garantie aufs Hochvoltsystem zu nutzen.


    Einen echten Mehrwert der Reparaturkostenversicherung sehe ich nicht wirklich:

    Erstattung sinkt mit Laufleistung, maximal 7.500 Euro je Baugruppe.

    Zudem sind viele relevante Fälle (Unfall, Brand, Wasser, Kurzschluss, Tierbiss etc.) ausgeschlossen.


    Gerade beim E-Auto sind das aber die typischen Kostentreiber; und die laufen idealerweise bereits über die Kasko.


    Daher:

    Eine gute bzw. optimierte Kasko-Versicherung, kombiniert mit den 8 Jahren HV-Garantie von Smart und einem eigenen Notgroschen, ist im Gesamtpaket wahrscheinlich die sinnvollere Lösung.

    (Die Reparaturkostenversicherung erzeugt für mich keinen klar erkennbaren Mehrwert.)


    Aber nur meine persönliche Einschätzung.

    Die Kooperation Mercedes/Geely hatte ich ehrlich gesagt so verstanden, dass da Premium-Strukturen im Hintergrund stehen.


    Tatsächlich schaut es dann u. a. so aus:

    • Kaffee am Schreibtisch im "Showroom"!
    • Wochenend-Probefahrt!
    • Anschlussgarantie?
    • Einheitliche Aussagen bei Servicepartnern?

    Vielleicht sollte man sich beim nächsten Kauf einfach mental darauf einstellen, dass man ein komplett chinesisches Fahrzeug fährt, dann stimmt wenigstens die Erwartungshaltung wieder.


    Ein Redakteur von "Heise Auto" hat einen Artikel veröffentlicht, in dem er ein Jahr Volvo EX30 resümiert.

    Auch dort fehlen seit geraumer Zeit die monatlichen Updates. Irgendwie genau gleich.


    Persönlich muss ich für mich abwägen, ob ich zukünftig "Power ohne Ende" auf (ggf. auch vollständiger) chinesischer Basis bzw. Marke fahren möchte.


    Oder ob ich bereit bin, für diese Hardware (in Kombination mit der Power) bei bspw. BMW oder Mercedes mindestens das Doppelte (im Vergleich zum #5 Brabus) auf den Tisch zu legen.


    Unabhängig davon werde ich zeitnah "auch noch mal" bei der ausliefernden Niederlassung nachhaken.

    Hatte eine diesbezügliche Folge von "auto mobil" auch gesehen, kam in den letzten Wochen.


    Kernaussage war, dass die Hersteller offenbar auf die Standardtests hin optimieren, dann dort gut abschneiden,

    und im Praxisbetrieb die Systeme "erschreckend einfach" durcheinander kommen.


    Durch Farbe der Kleidung (bzw. mit und ohne Reflektor, mit Reflektor schlechter!).

    Bzw. unter eigentlich guten Bedingungen plötzlich schlechter abschneiden als unter nicht so guten Bedingungen.


    Im Test ging es um Modelle von BYD/Hyundai/Tesla u. VW:

    RTL (auto mobil - Ausschnitt vom 19.01.2026)

    Clever


    Stimmt eigentlich nur, wenn man Labor-Prospektwerte betrachtet.


    Die reale Fahrleistung kommt aus einem geregelten Gesamtsystem aus Batterie(n), Motor(en), Inverter(n) und Thermomanagement.

    Und genau deshalb wird die nutzbare Leistung im Alltag über einen großen SoC-Bereich bewusst stabil gehalten.


    Heißt konkret:


    Solange mindestens 20 % SoC anliegen und die Batterie ausreichend warm ist, macht der Akkustand in der Praxis kaum einen Unterschied,

    ob ein BEV auf der Autobahn mithalten könnte oder nicht.


    Oben raus entscheidet dann schlicht Dauerleistung/Aerodynamik, nicht ob man mit 40 % oder 80 % unterwegs ist.


    Alles andere ist eher Prospekt-Physik als Fahrpraxis, oder kurz: typischer Foren-Mythos.

    Vor einem Fahrzeug (allerdings #1), das bereits bei der allerersten Probefahrt mit deutlich unter 100 % Akkustand – müssten etwa um die 60 % gewesen sein -

    trotz zusätzlicher Beladung von rund 150 kg (zusätzlich zum Fahrer) noch 4,2 Sekunden von 0–100 km/h geschafft hat, ziehe ich weiterhin meinen Hut.


    Mir ist dabei völlig egal, ob das Fahrzeug 120 kW, 300 kW oder xxx kW hat(te).


    Ich bleibe außerdem dabei, dass die Leistung auch bei kalten Temperaturen brachial ist,

    solange der Ladezustand über 20 % liegt und die Batterie-Vorheizung aktiv war bzw. ist.


    Grundsätzlich glaube ich euch eure Schilderungen ja.

    Aber die gemessenen Zeiten - via Racebox Mini - haben meine subjektive Wahrnehmung mehrfach bestätigt.


    Ich habe übrigens noch nie bis 100 % geladen. Wozu auch?

    Das Ding hat untenrum in allen Lebenslagen genug Power.


    Obenrum - ab etwa 160 km/h bis 180 km/h - hat er dann im Verhältnis zur vorherigen Leistung eher seine Probleme.


    Moral von der Geschichte:


    Wenn er selbst deutlich unter 100 % Ladezustand noch solche Zeiten schafft (0–160 km/h ca. 8,6 Sekunden),

    dann verstehe ich die ganze Diskussion endgültig nicht mehr.


    Wie sollte ein solcher Koffer mit aufgrund des niedrigen Ladestands vielleicht nur rund 300 PS so etwas erreichen?

    Falls es jemals einen vollelektrischen #6 (Brabus) in DE geben sollte, finde ich als erste Einordnung den Zeekr 7GT Privilege AWD sehr interessant.

    Der ist bereits bestellbar (Auslieferung wohl ca. Mitte diesen Jahres).


    Gemäß EV-Database nimmt er dem #5 (Brabus) in Sachen 1-Stop-Range charmante 100 km ab: EV-Database (#5 vs. Zeekr 7GT).


    Klingt bescheuert, aber Stand heute führe ich den Zeekr 7GT in Sachen Preis-Leistung bei mir auf Platz 1.

    Auf Platz 2 käme bei mir der #5... Über Kia/Hyundai/Genesis will ich nicht erneut sprechen.


    Das Einzige was mich (leicht) stören würde, wäre die relativ niedrige Vmax: 210 km/h.

    (Keine Überraschung, da Plattform ja bereits bekannt.)


    Die Ausstattung ist ebenfalls richtig stark: Broschüre (technische Daten/Ausstattung Zeekr 7GT)


    Habe es hier gepostet, da es für mich quasi eine Art Schatten des #6 ist.

    Bin daher auf die ersten ausführlichen Tests sehr gespannt.

    Andimp3

    Verständliche Entscheidung, gerade bei Standzeiten und Ersatzteilversorgung.

    Der CLA ist grundsätzlich ein sehr interessantes Auto, für mich fehlt aktuell aber noch die passende Leistungsvariante,

    will aber den CLA 350 diesbezüglich auch nicht kleiner machen, als er ist.


    Beim Smart #5 ist es umgekehrt: Leistung passt für mich eher, dafür ist die Reichweite deutlich nicht auf CLA-Niveau.


    Am Ende ist es schlicht eine unterschiedliche Priorisierung. :)


    Smartschumi

    Danke für den Erfahrungsbericht – genau diese Abwägung meinte ich. :thumbup:


    Clever

    Ja, Porsche (und Audi) nutzen 800 V schon länger.


    Trotzdem bleiben das konzernspezifische Architekturen mit überschaubaren Stückzahlen.

    Aus meiner Sicht nicht direkt vergleichbar mit heutigen, stark kostenoptimierten Großserienplattformen:


    Porsche/Audi waren quasi der Leuchtturm, jetzt kommt die breite Anwendung. Und genau da entscheidet sich, wie robust 800 V wirklich ist.

    Zwar droht es bereits wieder stark ins Offtopic zu gehen, aber will meine Gedanken trotzdem gerne posten:


    Ich verstehe die Kritik an Smart absolut; insbesondere Software, Support (samt Garantieverlängerung) und die teils unglückliche Kommunikation.

    Das sind Punkte, über die man zu Recht meckern kann. Was mir in der Diskussion aber oft fehlt, ist der herstellerübergreifende Kontext.


    Wir reden inzwischen fast überall über 800 V-Architekturen, bei denen es schlicht noch kaum belastbare Langzeiterfahrungen gibt.


    Das gilt auch für BMW und Mercedes: neue Plattformen, hohe Komplexität - und bislang noch kein M- bzw. AMG-Modell,

    das erfahrungsgemäß Schwachstellen früh und gnadenlos offenlegt. Auch dort wird sich erst zeigen müssen, wie robust das alles wirklich ist.


    Auf der anderen Seite stehen Hyundai/Kia/Genesis mit der bekannten ICCU-Thematik - also einem systemischen, markenübergreifenden Hardwareproblem,

    das im Zweifel das Fahrzeug komplett lahmlegen kann.

    Das empfinde ich persönlich als deutlich kritischer als einen grottigen Support, "holprige Updates/zu wenig brauchbare Updates".

    (Das Thema Anschlussgarantie besteht zusätzlich.)


    Unterm Strich gibt es aktuell kaum noch Hersteller, bei denen "alles passt".


    Man entscheidet sich eher für das Paket an Kompromissen, mit dem man am ehesten leben kann.

    Oder wählt statt Kauf eben Leasing als Kompensation.


    Vor diesem Hintergrund würde ich Stand heute sogar beim Smart #5 landen:

    Die Hardware wirkt stimmig, die Schwächen liegen eher im Bereich Software und Prozesse.

    Ärgerlich, ja, aber für mich kalkulierbarer als grundlegende Architekturprobleme.


    Das ist kein Schönreden, sondern eine Abwägung. Perfektion gibt es momentan schlicht nicht.


    Persönlich schaue ich mir daher neutral auch die weiteren Smart-Modelle (samt Facelift-Modellen) an.

    (Der #2 hat in meinem Anwendungsfall keinerlei Relevanz.)

    Wie doch die Wahrnehmung individuell ist. Für mich mit der Collage von Clever noch mehr Polestar 2.

    Aber gut! Glaube meine Wahrnehmung macht dies aus der allgemeinen Outline und Aufteilung des Hecks.


    Wie auch immer! ^^