Beiträge von G3rrlt

    Genau deswegen ist es meiner Meinung nach auch deutlich besser, wenn man in dieser Hinsicht nicht das Rad nicht ständig neu erfinden will, sondern wenn man sich da eine Lösung einkauft von einem der Platzhirsche, die seit Jahrzehnten nichts anderes machen und daher ihre Algorithmen, Berechnungen, Planungen etc. bis ins letzte Detail optimiert haben. Ob das jetzt unbedingt Google sein muss, das sei mal dahin gestellt, ich bin persönlich eher Team TomTom, aber alles ist sicherlich besser als jedes mal eine halbgare Navi Software neu aus dem Boden zu stampfen.


    Die Ressourcen, sowohl personell als auch finanziell, die kann man wirklich 1000 Mal sinnvoller in die anderen Bereiche der Software investieren.

    Vor etwas mehr als 10 Jahren kaufte ich mir das seinerzeit brandneue TomTom Flagschiff Go 5200 mit dem damals revolutionären Live Traffic System und integrierter Sim-Karte (2G). Ich war damals einfach nur baff und begeistert, wie hochpräzise die Daten über Staus und Sperrungen waren, selbst auf wenig befahrenen Nebenstraßen. Die Route wurde die ganze Fahrt über überwacht und ggf. dynamisch im Hintergrund an die laufenden Verkehrsverhältnisse angepasst und Staus tatsächlich in der Regel weiträumig (oder sehr kreativ im nahen Umfeld) umfahren.


    Heute 2026 sitze ich in einem Auto mit 4G und Always-On Datenverbindung, einem Rechner, der um ein vielfaches mehr Power haben dürfte und werde von diesem aktiv in eine ihm bekannte Streckensperrung hinein gelotst. Ein Armutszeugnis ehrlich gesagt. Dass man dann Drittanbieter-Software wie Carplay oder Android Auto nutzen muss macht es nicht besser.

    Da bleibt wirklich nur zu hoffen, dass wir die angeblich versprochene TomTom Integration irgendwann in absehbarer Zeit noch sehen werden.


    Das eine oder andere Zipperlein ist man ja durchaus gewohnt, aber sowas ist dann wirklich eine Vollkatastrophe. Ich hielt das für so unmöglich, dass ich dachte, ich MUSS doch da irgendwas falsch gemacht oder eingestellt haben und deshalb hier nach Rat und Erfahrung gefragt habe. Aber die Reaktionen und Antworten sagen im Prinzip ja schon alles.

    Hallo zusammen,


    gestern fuhr ich auf der B10 nördlich stadteinwärts in Richtung Ulm. Wer aus der Region kommt, der weiß, dass die B10 aus dieser Richtung kurz vor Ulm seit geraumer Zeit und über mehrere Jahre hinweg wegen einer groß angelegten Erneuerung/Umbau gesperrt ist.


    Kurzum: Mein Navi wusste das auch, aber interessiert hat es sich dafür nicht die Bohne. Der gesperrte Abschnitt auf der Karte war dunkelrot markiert und es war sogar das Einfahrt verboten Schild auf der Karte an dieser Stelle zu sehen, also roter Kreis mit weißem Querbalken, somit war die Sperrung dem Navi also definitiv bekannt. Dennoch wurde genau diese gesperrte Strecke, trotz dieses Wissens, einfach ganz normal für die Route verwendet und ich wurde voll rein gelotst, als könnte ich direkt durch die Baustelle durch fahren. Als ich dann ausgeleitet wurde an der letzten Ausfahrt direkt vor der Sperrung (und bevor die sonst blaue Strecke auf der Karte dann auch dunkelrot wurde) hat das Navi erst eine neue Route berechnet, weil ich von der ursprünglich eingeplanten ja naheliegender Weise runter geleitet wurde.


    Das hat mich schwer enttäuscht, weil ich eigentlich unter anderem auch mit Navi fuhr, um genau diese Stelle zu umgehen. Auf der parallelen Landstraße, auf die mich das Navi dann erzwungenermaßen nach der Abfahrt umgelotst hat, wurde nämlich extra eine So-da-Ampel mitten im Nichts von der Stadt aufgestellt, die nur 3-4 Autos durchlässt und dann wieder Minuten lang rot ist, um das ganze für den Ausweichverkehr maximalst unattraktiv zu machen. Zeitverlust am Ende: 15-20 Minuten.


    Hab ich da irgendwas falsch eingestellt, oder sind ihm Sperrungen tatsächlich schlichtweg egal?

    Das ist vollkommen normal - beschwer Dich bei der Physik. Du bist auch nicht Leistungsfähig wenn Du eingefroren im Keller liegst.

    Ist mir klar. Ich weiß ja auch woran es liegt, aber das heißt ja nicht, dass es deshalb Begeisterung bei mir hervorrufen muss. Das ist einer dieser typischen Augenblicke, wo man von jedem Verbrenner-Fahrer, dem das zu Ohren kommt, verspottet wird und der dann wieder die perfekten Stammtischargumente gegen die E-Mobilität liefert.


    Zumindest ohne die Möglichkeit, die Batterie bequem im Stand per App vorheizen zu können, ist das schon ein erheblicher Nachteil, Physik hin oder her. Würde ja sonst keinen stören wenn man vor Abfahrt 30-45 Minuten vorher die Heizung einschalten könnte, nicht erst beim Losfahren. Da will ich jetzt gar nicht nur für Smart sprechen sondern für jeden Hersteller, der diese Möglichkeit nicht anbietet, was wahrscheinlich so gut wie jeder ist.


    Ich habe das Gefühl, dass man das mit der kalten Batterie und den erheblichen Einbußen beim Laden inklusive der ganzen Thematik dass man die vorheizen muss ganz gerne etwas stiefmütterlich behandelt und gerne weg diskutiert, sowohl bei den Herstellern als auch bei den Fahrern. Die Hersteller erwähnen das nur so unter ferner liefen und wir E-Fans reden es uns halt mit der Physik schön, Thema erledigt. Aber es ist halt nunmal in unseren Breitengraden so, dass es nicht nur mal 2-3 Wochen kalt ist sondern mindestens mal 3-4 Monate, also grob ein Drittel des Jahres muss man sich mit der Thematik auseinander setzen.


    Ich hab zum Glück eine Wallbox in der Garage, wo ich meistens laden kann und wo mich die Thematik dann nur selten betrifft, aber es gibt genügend Laternenparker, wo die Karre permanent draußen steht ohne Lademöglichkeit um die Ecke. Wenn man dann am HPC Stunden seines Lebens totschlagen muss, weil die Batterie kalt ist und er dann kaum lädt empfinde ich das nicht gerade als triviale Bagatelle.

    Habe gestern auch 2x versucht an einem HPC (Alpitronic 300 kW) zu laden. Akku war leider auch kalt bei Außentemperaturen um 0-3 Grad und erst ein paar km gefahren.


    Beide Male ist er bei nur so um die 25-30 kW maximal herum gedümpelt bei einem SoC um 40%. Ich weiß, dass das noch nicht unbedingt ein SoC ist, bei dem man typischerweise lädt, aber ich bin halt gestern nicht viel gefahren und wollte, weil sich die Gelegenheit ergab (beide Lader waren wo, wo ich eingekauft/geparkt hatte), und ich heute weiter weg fahren wollte die Gunst der Stunde nutzen, weil dort wo ich gestern war eben keine Wallbox daheim zur Verfügung stand.


    Ist dann schon ne Enttäuschung, wenn man nicht mal 50 kW bekommt, auch wenn der Akku kalt ist. Für den Use Case losfahren und dann kurz an den HPC gibt es ja quasi überhaupt keine Lösung. Man fährt da ja quasi immer mit kalter Batterie los und kann die ja auch nicht irgendwie vorheizen per App oder so. Oder hab ich da was übersehen?

    Bei mir im Brabus war Sport schon immer Orange und Brabus ist Rot. Wahrscheinlich hat man das irgendwie vereinheitlicht.


    Hast du schon mal probiert, wenn du in der App beim Vorheizen bewusst die Lenkradheizung An/Aus schaltest, ob sich da was ändert?

    Das ist hier eine Endlosschleife mit der VZE......das wissen wir alle hier!

    Das ständige meckern macht es auch nicht besser.

    Wir müssen alle warten und hoffen.

    Im Übrigen....das mit der ganzen VZE ist auch sehr "Regionsabhängig"

    Im Rhein-Main Gebiet, wo ich meistens rumfahre, hatte es sich erheblich verbessert.....nicht perfekt, aber man kann damit leben ;)

    Das ist es wohl. Aber man hat ja doch immer die Hoffnung, dass jemand mit liest oder dass das Thema hoch kocht und dann Bewegung in die Sache kommt. Aber naja, neues Jahr, neues Glück ;)

    @G3rrlt

    Ich habe Dir mal die Verordnung (EU) 2019/2144 (https://eur-lex.europa.eu/lega…PDF/?uri=CELEX:32021R1958) rausgesucht. Dort steht „zuverlässig“

    Ich denke nicht das der SMART das gewährleistet.

    Selbst mein Renault Zoe Bj 2020 hat das fast perfekt gemacht. Die Schilder wurden nahezu perfekt erkannt, inklusive aller relevanten Zusatzschilder (bei Schnee, bei Nässe, Uhrzeiten, sogar Entfernungen wurden erkannt und dann gemessen, wann das Limit endet), obwohl die Infos dort nur zur Anzeige im Tacho bestimmt waren, weil eine Warnung gab es damals noch nicht und adaptiv auf die Geschwindigkeit anpassen konnte er auch nicht. Der Smart erkennt bis heute nicht mal Ortsausgangsschilder oder Aufhebungsschilder (wobei er auf der Autobahn seltsamer Weise das Limit öfter korrekt löscht beim Aufhebungsschild, warum auch immer).


    Also für mich war der Smart in fast jeglicher Hinsicht ein Upgrade bzw. eine Verbesserung, es ist ja auch eine ganz andere Kategorie und Preisklasse, aber die VZE hat mich von Anfang an enttäuscht. Ich konnte auch innerhalb eines Jahres keine relevante Verbesserung feststellen und einige hier warten ja schon Jahre. Habe mich daher inzwischen damit abgefunden, dass das vermutlich immer so bleiben wird und dass er das halt einfach nicht gut kann. Ich erfreue mich lieber an den anderen schönen Dingen des Autos.


    Wie man hier in den nachfolgenden Beiträgen liest, gibt es ja aber auch eine ganze Reihe an Autos verschiedener Hersteller, die das deutlich besser gemacht haben, schon vor Jahren. Es ist also offenbar möglich, wenn man wirklich will. Von daher ist halt die EU Regelung einfach zu schwammig. Nur „zuverlässig“ zu schreiben ist halt einfach nicht genug. Wer definiert das, ab wann es zuverlässig ist? Da fehlt einfach eine verbindliche Quote.

    Da hat man halt in der EU wieder so einen halb garen Beschluss gefasst. Man schreibt den Herstellern zwar vor, dass man das verbauen muss, hat aber natürlich nicht festgelegt, dass das Ding auch funktionieren muss. Da hätte dann in dieser Vorschrift auch rein müssen, dass eine Mindestquote der Verkehrszeichen (z.B. 95%) auf jeden Fall sicher erkannt werden müssen.


    Stattdessen nervt man die Nutzer mit nervigstem Gebimmel direkt ab 1 km/h drüber und erkennt dann viele Limits nicht mal richtig, was zusätzlich noch entweder zu falschen oder ausbleibenden Warnungen führt.


    Mit anderen Worten: Maximaler Nerv-Faktor, so dass auch ja jeder das Ding möglichst schnell ausschaltet, so dass man zwangsweise dafür bezahlt hat, aber nichts davon hat und es auch den Sicherheitsgedanken untergräbt.


    Hätte man eine Mindestquote und die Erkennung würde großteils vernünftig arbeiten und mehr Einstellmöglichkeiten bei der Warnung (z.B. ab 1 km/h nur optisch dezent, ab 10 km/h akustisch), dann wäre sicher auch der Nutzen und die Akzeptanz wesentlich höher.