Das ist auch so ein Phänomen. Immer wird bei Tesla die Beschleunigung erwähnt und auch die vielen YouTube Videos mit den Beschleunigungsrennen. Die Beschleunigung ist da, aber eine Eigenschaft, die völlig uninteressant ist.
Ich habe jetzt einen BMW iX bestellt. Wollte eigentlich den M60i nehmen. Hauptgrund war, dass der fast alles serienmäßig hat und damit kein Entfall von Ausstattungen durch Lieferschwierigkeiten zu erwarten ist. Auch dachte ich, kann nicht schlecht sein, die Leistung zu haben. Geworden ist es jetzt ein 40er. Die Beschleunigung ist schon derart extrem, dass ich mehr nicht brauche. Fahre praktisch sowieso fast nur im ECO Modus. Beim Smart auch. Deswegen haben wir auch auf den Brabus verzichtet, da er nur im Sportmodus einen zuschaltbaren und im Brabus Modus einen permanenten Allradantrieb hat. Im Brabus Mode aber keine Assistenzsysteme.
Diese ganze Längsdynamik bei Tesla ist etwas, was im Alltagsbetrieb gar nicht gebraucht wird. Problem ist aber auch, er hat halt nur Längsdynamik. Kurvendynamik ist wieder katastrophal. Sieht man auch schön in dem Nürburgring Video. Einfach Mal die Lenkradaktivität mit der in einem Taycan vergleichen. Unterschied wie Tag und Nacht.
Warum wird es gekauft. Sehr viel spielt das Image eine Rolle und dieses sektenhafte Verhalten der Tesleratis. Es wird von denen jedes Forum zugespamt mit angeblichen Vorteilen Teslas bzw Nachteilen der Konkurrenz. Durch ständiges Wiederholen wird das dann auf einmal zu Allgemeinwissen. Ich vergleiche das gerne mit der Meinung über den Volkswagen Phaeton. Ich habe 28 davon bestellt. 99,8% der Leute, die mir erklärt haben, dass das Auto schlecht ist, haben nie einen gefahren. Aber jeder weiß es. Der wurde einfach durch die Presse schlecht gemacht. Umgekehrt ist es jetzt bei Tesla. Die werden durch Presse und Community hochgejubelt und die Masse glaubt es.
Ich bin auch der Meinung, dass sehr viele Leute, die den Autopilot bejubeln, vorher noch nie einen ACC in einem anderen Auto gefahren sind und daher gar keinen Vergleich kennen. Selbst die Assistenzsysteme im Fiat 500e sind dem Autopilot meilenweit überlegen.
Noch ein aktuelles Beispiel. Einfach mal Leute, die einem im Gespräch erklären, wie schlecht die Software von Volkswagen eAutos ist, fragen, ob sie denn jemals Einen längere Zeit gefahren sind. Die Mehrzahl kennt es nur aus der Presse oder von YouTube.
Nochmal, die Reaktionszeit des Systems beim Ändern des Kartenmaßstabes ist für mich nice to have aber in keinster Weise ein absolutes Merkmal über die Qualität der Software bzw Gesamtqualität des Autos. Wird aber immer als das Merkmal ausgewiesen und gilt jetzt bei der Masse der Leute als das Testmerkmal schlechthin.
Auch Mal aufpassen. Rede mit einem Teslerati und zeige im Schwachpunkte des Autos auf und er wird sofort sagen, dafür hat er diese Beschleunigung, das Supercharger Netzwerk oder er ist effizient. Die wechseln sofort das Thema, weil sie wissen, in den eigentlichen Hardfacts können sie nicht punkten. Was sollen sie zu einem fehlenden PDC auch anderes sagen, als dass man zur Fahrschule soll, wenn man nicht ohne einparken kann.
Kann ja keiner zugeben, dass er in ganz vielen Punkten einfach nicht auf dem Stand der Technik ist.
War ja bei uns genauso. Es sollte unbedingt ein Model Y sein. Erst als er da war und die Nachteile nach und nach beim Fahren gestört haben, kam das große Wehklagen. Jetzt hat der Mitarbeiter einen iX1 und ist total Happy.
Die könnten die Dinger für den Preis eines Dacias anbieten, bei uns nimmt keiner mehr einen. Unsere Mitarbeiter kennen durch eine sehr gute Firmenwagen-Policy aber halt auch vieles. Wir legen sehr viel wert darauf, dass die Fahrzeuge mit Assistenzsystemen und anderen, sicherheitsrelevanten Ausstattungen bestückt sind. Da geht man zBsp ungerne von Matrix LED zurück auf solche LED Funzeln im Tesla.