Wertverlust durch neue Na-Akkus schneller als erwartet? Leasingvorteil?

  • Zitat von jodi2

    Beim noch länger und immer noch gebauten Model S würde ich das Start&Expermintaljahr 2012 noch weglassen, von 2013 bis 2023 ging es dann von 60 auf 100kWh, knapp 70% mehr.

    Die einzelnen Kapazitätsstufen waren aber stets mit einem Aufpreis verbunden, also nach Wahl des Käufers.

  • Das sagt ja erstmal gar nichts über Verbesserung der Leistungsfähigkeit von Akkus und noch weniger über den Rest des Antriebsstrangs.


    Der S60 aus 2013 hatte einen Heckantrieb, 60kWh Akku und war mit einer EPA-Reichweite (nehme ich jetzt mal da es dafür keine WLTP-Faten gibt) von 334km angegeben. Das Model S bis Sommer 2021 hat 100 einen 100 kWh Akku und eine angegebene EPA-Reichweite von 647 kWh. Das wäre theoretisch eine Verbesserung von 17,96 kWh/100km auf 15,46 kWh obwohl es den nur als Allrad gab. Theoretisch also eine Verbesserung der Effizienz um 13,92%. Das ist jetzt soooo viel nicht und einen nicht geringen Anteil daran dürfte auch auf die Vebesserungen bei den Motoren und des BMS zurückzuführen sein.


    Die Verbesserung der Akkus ist also recht überschaubar.

    Was hat jetzt eine kWh Steigerung mit Effizienz/Verbrauch zu tun? Klar liegt letzteres nicht oder kaum am Akku, aber ich hab auch nicht auf Reichweitenangaben sondern rein auf kWh geschaut und da ist 70% in 10 Jahren oder sogar nur 3 bis erstmals 100kWh angeboten wurden doch ganz ordentlich, oder?

    Die einzelnen Kapazitätsstufen waren aber stets mit einem Aufpreis verbunden, also nach Wahl des Käufers.

    Aber das ändert ja nichts daran, dass es die Akkus mit mehr kWh anfangs gar nicht und jetzt nur noch gibt und da sicher nicht nur aber auch Fortschritt in der Akkuentwicklung drinsteckt. Wie viel, :/


    Also nicht dass ich mit meinen zunächst nur 2% pro Jahr jetzt sagen will, der echte/nutzbare Akkufortschritt in den Serienmodellen rast nur so und es wären jedes Jahr 20-25%.

    Ich stochere auch nur im Nebel und versuche mit anhand schon längere bestehender Modell was herzuleiten...

    Ich bleibe aber dabei, dass ich mir (zumindest beim Neuwagenkauf) keine Sorgen machen würde, ob ein verbauter Akku noch zeitgemäß ist und nicht vielleicht nächstes Jahr einer mit doppelt so viel Reichweite zum gleichen Preis rauskommt... Ich hab mir das sogar für "meinen" #3 (so er optional auch mit größerem Akku kommen sollte) schon grob ausgerechnet ob und bis zu welchem Preis ich den haben möchte und was smart wohl dafür nehmen würde etc. und das Ergebnis ist etwa unentschieden. There's no free lunch oder you pay what you get, um den alten Satz mal umzudrehen...


    Aber ich geb zu, man kann sagen, die Vielfalt der Akkutypen und -variationen wird alle paar Monate unübersichtlicher und ist weder von völligen Laien noch von technisch Interessierten wie uns hier vernünftig zu bewerten, das ist schon ein komisches Gefühl.

    Tendenziell würde ich aber sagen, dass man bei sehr alten bzw. gebrauchten E-Fahrzeugen bzw. Akkus eines Herstellers produziert in der langsamen und verschlafenen Faxrepublik und als Käufer in selbiger vermutlich etwas bessere Chancen hat, nach 8 oder 10 Jahren noch Ersatzakkus bzw. Erstatzteile dafür beim Hersteller zu bekommen, als bei einem amerikanischen oder chinesischen Hersteller mit derzeit erheblich schnellerer Entwicklung. Aber bei einem Neuwagen mit 8 Jahren Garantie mach ich mir da weniger Gedanken.

  • Also nicht dass ich mit meinen zunächst nur 2% pro Jahr jetzt sagen will, der echte/nutzbare Akkufortschritt in den Serienmodellen rast nur so und es wären jedes Jahr 20-25%.

    Ich stochere auch nur im Nebel

    Du solltest die jüngsten Fahrzeugentwicklungen betrachten und nicht auf die historische Tesla-Entwicklung zurück blicken.


    Aktuell werden vermehrt eher kleinere Akkus während des Produktlebenszykles nachgeschoben, aber nicht umgekehrt.

    Bestes Beispiel ist BMW...

    Und Smart handelt genauso so, bald soll ja die kleinere Batterie im Pro kommen.

  • ok, aktuelle Entwicklungen und vor allem "Stufen" wie Reinhard es nannte, sollte man natürlich AUCH berücksichtigen.

    Aber nur weil Hersteller gezielt Sparmodelle zimmern für mehr Stückzahlen bzw. Marktanteil (und vor allem die deutschen Hersteller die dann auch schnell mal wieder weg nehmen, um mit hochwertigen Modellen mehr Marge zu machen), heißt dass ja nicht, dass die Akkus generell immer kleiner werden/immer weniger haben, das ist doch eher eine kaufmännische Sache bzw. je nach Marktlage. Und die Taktik alt ist immer besser bzw. "Ich kauf am besten noch das 2022er Modell, weil der Hersteller 2024 vielleicht nur noch kleinere Akkus&wenigerReichweite anbietet" ist sicher nicht hilfreich, oder?

  • Und die Taktik alt ist immer besser bzw. "Ich kauf am besten noch das 2022er Modell, weil der Hersteller 2024 vielleicht nur noch kleinere Akkus&wenigerReichweite anbietet" ist sicher nicht hilfreich, oder?


    Speziell bei BMW gilt das leider aktuell beim i4...

    Edrive40 kann man nur auf dem Papier bestellen, den edrive35 bekommt man sofort, aber mit 70-100 km weniger Reichweite und 54 PS weniger Leistung. Da kosten die gebrauchten edrive40 u.U. mehr als neuen edrive35.


    Und Du müsstest es auch so sehen: für eine Fahrzeugplattform ist die maximale Akkugrösse quasi durch die Fahrzeugabmessungen vordefiniert. Mehr geht bei der heutigen Energiedichte der Akkus nicht rein.

    Und die größten Akkus werden natürlich zum Start angeboten, die kleineren werden nachgeschoben.

  • Und Du müsstest es auch so sehen: für eine Fahrzeugplattform ist die maximale Akkugrösse quasi durch die Fahrzeugabmessungen vordefiniert. Mehr geht bei der heutigen Energiedichte der Akkus nicht rein.

    Genau das ist doch eigentlich das Thema des threads, was geht in ein Fahrzeug maximal rein bzw. wie viel Volumen brauch ein Akku mit xx kWh, wie viel in 2/5/10 Jahren, lohnt es sich da noch auf einen Step zu warten.

  • Die Richtung ist klar.

    In den #1 passt ein NMC Akku mit Max. 66 KW … so wurde die Plattform entwickelt. In der gleiche Plattform ginge natürlich auch ein „kleinerer“ NMC Akku rein. Da aber ein LFP Akku deutlich günstiger kommt ( und Platz für einen Akku mit geringerer Energiedichte ja da ist ) kommt in die Pro und niedrigere Versionen ein LFP Akku rein. Genauso wie bei MG4 und Ora. Gleichzeitig sammelt man Praxiserfahrung mit der LFP Akkutechnologie. Genauso wird es bei der nächsten Akkugeneration laufen.

    Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass man am Lebensende das Autos oder der Batterie noch einen netten Betrag für seine alte Batterie erhalten wird, da die enthaltenen Rohstoff in Zukunft gerne genommen werden bzw. die Batterie für Solarspeicher noch gut nutzbar sein wird.

  • Woher wisst Ihr, dass Platz/Volumen für den Akku beim #1 jetzt schon ausgereizt sind? Beim Blick untendrunter vor ein paar Tagen sah es ja so aus, als wäre da noch reichlich Platz.

    Je nachdem wie gerade der EK für die gewählte Zellen war/ist, hat sich der Hersteller vielleicht entschieden, jetzt vielleicht erstmal nur etwas weniger reinzupacken, was noch ein guter Kompromiss aus Markt/Mitbewerbern/Zellen-EK war und wenn der Zell-EK wieder sinkt, kommt das FL mit mehr kWh.

    Nicht das ich da was wüsste, aber woher ist Ihr das alles so sicher?


    Aber auch hier hab ich die Frage des TE anders verstanden bzw. man muss sie vielleicht genauer formulieren... Ist es sinnvoll oder finanziell besser beim gleichen Modell auf eventuelle Akku-Updates zu warten? Oder generell auf "bessere" Akkus, was dann vermutlich ein längerer Zeitraum wäre und/oder zu einem anderen Modell führt?

    Meine Antwort wäre aber beide Male ähnlich, eher nicht bzw. wie schon gesagt wurde, Auto kaufen, wenn man es braucht bzw. sich leisten kann, fertig.