Beiträge von crazyblack

    "Gigantischer Erfolg" dann in welcher Hinsicht?

    natürlich in finanzieller Hinsicht. Das Projekt D-Segment bestand aus 3 Derivaten. Phaeton, Continental GT und Flying Spur. Alles 3 die gleiche Plattform. Der günstigste Continental GT hat Grundpreis netto 40.000€ mehr, als ein vollausgestatteter Phaeton lang 4-Sitzer W12 gekostet. Bei ungefähr gleichen Herstellungskosten. Es wurden 84.235 Phaetons gebaut und rund 82.000 Bentleys. Bei ungefähr 1 Mrd€ Projektkosten. Jetzt rechne dir aus, was allein die Produktion des Phaetons für die Verteilung der Projektkosten bedeutet. Abgesehen davon, dass die Gläserne Manufaktur damit gezahlt wurde etc. Letztlich hat die Entwicklung des Phaetons so gut wie nichts gekostet, denn durch Bentley hatte man die Entwicklung sowieso. Das Derivat auf eine vorhandene Crashstruktur zu setzen ist Peanuts. Das teuerste am Phaeton war Dresden. Jetzt kannst du dir bei 166.000 Autos ungefähr ausrechnen, was der Konzern daran verdient hat. Das war ein goldenes Projekt.



    Im übrigen hätten sie mal schön so eine "billig"-ID.3 Variante bringen sollen hierzulande. Aber da war ja nur mal kurz das Alibi eines ID.3 Pro/Basis und wieder weg...

    Jetzt kämpft man darum, ein 25k-BEV darzustellen, in 2 Jahren..., Werksauslastungen nicht gegeben etc.

    Eine solch abgespeckte Variante, wie der ID.3 in chinesischer Ausführung, ist in Europa gar nicht zulassungsfähig.

    Und nach den 3 Tagen ist man dann auf sich selbst gestellt?


    Was soll denn der eigentliche Fehler sein? Weiteres Warten wo doch endlich das Bauteil da ist,.....puh!

    Weitere Ersatzmobilität würde dann über Smart und die Werkstatt geregelt, nicht über die Mobilitätsgarantie. Diese wird über den ADAC geregelt. Da ich keine weitere Mobilität brauche, habe ich direkt verzichtet. Daher kann ich zu dem Procedere nach den 3 Tagen nichts sagen.


    Es ist ja nicht sicher, dass das Bauteil, welches durch die KDM gewechselt wird, auch das ursprüngliche Problem behebt. Wie gesagt, wir warten auf die Antwort von Smart. Da ich jetzt auch die letzten 3 Wochen wenig Zeit hatte, es ist Jahresendgeschäft, die ganzen Auszahlungen müssen noch abgewickelt werden, habe ich mich nicht darum gekümmert. Werde mal Anfang Januar genauer nachfragen.

    Falls man Laden bei Tesla vorhat, sollte man es vielleicht vor Ablauf der Garantie ausgiebig testen... Die Erfahrung durfte ich mit dem Smart-Vorgänger machen und musste zwei Leute auf der Autobahn zurücklassen....

    Das das Problem nur an Tesla Wallchargern Auftritt, nicht aber an den SUC, wirst du mit dem Smart nicht auf der AB liegen bleiben. Ich kann aus Erfahrung sprechen. Bei mir war es in der Hoteltiefgarage. Die gesamte Pannenabwicklung durch das Smart Service Center war absolut perfekt. Inklusive Ersatzwagen für 3 Tage. Damit kam ich dann auch meine 460 km nach Hause. Inklusive meiner Termine.


    Derzeit steht das Auto zwar noch in der Werkstatt, aber ich bin mobil. Das neue EVCC ist da, aber es wird noch auf eine Rückantwort von Smart bezüglich des eigentlichen Fehlers gewartet.

    Da das Thema ziemlich OT ist, nur noch eine kleine Anmerkung. Es ist immer die Frage, wie sich die 3.500€ berechnen. Dieser Betrag wäre ungefähr doppelt so hoch, wie die reinen Herstellungskosten eines Ford Focus im Werk Dillingen/Saar sind. Insofern glaube ich kaum, dass Volkswagen 3.500€ weniger einnimmt, als Herstellungs-, umgelegte Entwicklungskosten und Abschreibungen betragen. Damit erwirtschaftet der ID.3 einen Deckungsbeitrag. Ist dieser so hoch, wie kalkuliert. Das wohl nicht. Wahrscheinlich liegt er 3.500€ unter dem erwarteten Deckungsbeitrag. Damit trägt er immer noch positiv bei. Immer noch besser, als ihn nicht zu produzieren. Man muss auch immer berücksichtigen, warum etwas so gesagt wird. Der Druck, Veränderungen durchzusetzen, ist durch solche Aussagen natürlich viel höher.

    Man darf nicht vergessen, Volkswagen verdient immer noch massig Geld. Auch in der Kernmarke. Ist das auf dem Niveau, wie man es sich vorstellt und aus Gründen der Transformation möchte, nein. Das KGV der Aktie würde auf ca 8 steigen, würde man das gesamte China Geschäft rausrechnen. Immer noch ein sehr komfortabler Wert. China ist ein wichtiger Baustein für Volkswagen. Aber nicht der Sargnagel.


    Ich bringe nochmal das Beispiel D-Segment. Das war ein gigantischer Erfolg für den Volkswagen Konzern. Mit richtig hohen Erträgen. Das einzige, was man hört ist, der Phaeton war ein Verlustbringer. Ist aber so nicht richtig, weil es nur aus einer einzigen Blickrichtung stimmt. Der kalkulierte Deckungsbeitrag in Summe wurde für ein Derivat nicht erreicht.

    Ich habe deinen Post als Aufhänger genutzt.

    Aber wer sagt, dass der ID.3 in China Verlust macht? Und warum soll der mit dem Preis in D ausgeglichen werden? Der Preis in D wird anhand vieler Dinge festgelegt, aber ganz sicher wird da kein Aufschlag reinkalkuliert für "Verluste" in China.

    Das gleicht jetzt der Saga um den Phaeton. Auch der hat keinen Verlust produziert. Es ist immer die Frage, welche Bezugsgröße ich nehme. Nehme ich den reinen Listenpreis und verkaufe ein Auto darunter, dann kann ich sagen, der Verkauf hat Verlust eingebracht. Ist in meiner Betrachtung richtig. Hat aber erstmal nichts mit dem Gesamtergebnis bzw. Ertrag zu tun.

    Der ID3 ist deswegen so billig, weil den in China sonst keiner kaufen würde. Der war vor ein paar Monaten noch wesentlich teurer und da hat ihn keiner gekauft. VW macht Verluste mit dem ID3 in China, die wollen nur ihre Marktanteile nicht verlieren. Diesen Ausgleich bezahlst du dafür in Deutschland :saint:

    Das ist so nicht komplett richtig. Der ID.3 in China hat mit dem ID.3 in Deutschland, außer dem Namen und dem Aussehen, nicht viel gemeinsam. Er hat einen viel günstigeren Akku, anderen Motor, andere Sicherheitsausstattung, praktisch kaum Assistenzsysteme und andere Ausstattung. Zusätzlich kommt dazu, dass er viel günstiger produziert wird.

    Dann waren die 16k auch nur für eine Aktion mit 7.000 Fahrzeugen, die bereits produziert waren und noch vor Einführung des Updates verkauft werden sollten.

    Das der ID.3 nicht den Erfolg insgesamt hat, den man sich erwartet hat, ist richtig. Aber es ist zu einfach zu sagen, dass identische Fahrzeug kostet in China 16k und hier mehr als das Doppelte. Die Fahrzeuge haben praktisch nichts miteinander zu tun.

    Sehr gut zu sehen ist das auch an den chinesischen Marken. Bei BYD weichen die Fahrzeuge für Europa auch von den chinesischen Varianten ab. Manchmal allein schon an den Außenmassen zu erkennen.

    Diese Überlegungen gibt es jedes Jahr zum Jahresende, seitdem ich vor über 30 Jahren angefangen habe, Fahrzeuge zu kaufen. Am 1. Januar startet ein neues Verkaufsjahr. Da kann es von Hersteller zu Hersteller völlig unterschiedliche Überlegungen geben. Die einen starten völlig ohne Nachlässe, da sie erstmal den Verlauf abwarten. Die nächsten senken erstmal die Restwerte im Leasing und werden dadurch teurer. Andere brauchen ein Erfolgserlebnis und starten das Jahr mit Nachlässen, um im Verlaufe des Jahres die Preise wieder anzuziehen. Das alles ist derart schwierig vorauszusagen. Aber eins traue ich mir zu. Es wird im ersten Quartal keine massiven Preisreduktionen auf breiter Front geben. Vielleicht einzelne Hersteller oder Modelle. Aber mit Sicherheit nicht über alle Marken und Modelle hinweg.